KARIN DANGL – Das Interview zum Nachlesen

Was war deine größte Herausforderung beim Singen?

Das war definitiv am Kreuzfahrtschiff. Wir hatten mega-krassen Seegang und es ist schon alles auf der Bühne herum gerutscht. Es war richtig gefährlich! Wenn du tanzt, ist der Boden plötzlich woanders. Das war schon ein bisschen gefährlich und fast so wie auf der Titanic!

Ein großes Abenteuer?

Ja, das war alles sehr viel Abenteuer die ganzen Jahre am Schiff. Es war wirklich sehr spannend. Ich habe soviel von der Welt gesehen. Die Welt in ihrer ganzen Vielfalt aber man bleibt auch am Boden der Tatsachen. Und vor allem haben wir wirklich sehr viel gearbeitet. Wir hatten jeden Tag Show, jeden Tag Proben, Soloprogramm, also wirklich sehr viel Programm und sehr viel Arbeit. Aber es war natürlich auch schön, und ich habe somit sehr viel für meinen Job und für mein Dasein als Sängerin gelernt.

Was hast du gelernt?

Ich habe einen Abschluss in der Bundeshandelsakademie gemacht. Das war mir gleich klar, dass ist nichts für mich! Ich möchte singen! Ich möchte singen und nichts anderes machen!

Bist du konsequent? Hast du ein Motto?

Man muss die Dinge so annehmen wie sie sind und vor allem braucht man eine Vision. Man muss der Vision nachgehen. Vor allem möchte ich Zeit mit den Leuten verbringen, die mir gut tun!

Also, mit Hitschlag?

Ja, mit Hitschlag natürlich! (lacht)

Singst du auch auf Englisch?

Ich kann auf Englisch singen aber ich habe mich dagegen entschieden, weil man sich in einer anderen Sprache mehr verstecken kann. Das wollte ich nicht: Ich will deutsch singen, in meiner Muttersprache. Da kann ich vor allem viel ehrlicher und echter sein.

Was ist echt sein für dich?

Ich denke, dass das echt sein sehr viel mit Zuhause, mit der Heimatverbundenheit, zu tun hat. Ich werde das niemals verleugnen, von wo ich komme, wo meine Wurzeln sind. Aber man muss trotzdem immer schauen, wer sind meine Idole? Man muss wirklich gezielt eine  Vision haben: Wo will ich hin? Das ist, glaube ich, sehr wichtig!

Wie war deine Kindheit?

Ich hatte eine sehr erfüllte, harmonische, glückliche Kindheit in sehr viel Geborgenheit. Genau so ein Gefühl der Geborgenheit, der glücklichen Zeit, möchte ich gerne mit meinen Liedern transportieren.

Hast du Hobbys?

Ich verbinde immer Vergnügen mit Arbeit und treffe mich gerne mit Freunden, mit meiner Familie. Und ich koche sehr gerne. Ich habe meiner Oma ein leeres Buch geschenkt und da muss sie ihre schönsten und besten Rezepte hineinschreiben, die mir schmecken. Die koch ich dann nach und gebe immer ein klein wenig auch etwas von mir dazu.

Und was noch?

Apropos Hobbys! Beim Tischfussball macht mir keiner was vor!! (lacht)

Tradition und Neues … Ein Konzept für deine Musik?

Ich denke schon, dass man das verbinden kann aber man muss immer den Fokus nach vorne, in die Zukunft richten und das eigene Ding daraus machen. Das ist, glaube ich, sehr wichtig.

Wo kommen deine Ideen her?

Ich gehe sehr gerne alleine spazieren im Wald bei meinen Eltern. Da haben wir ganz viele Steine. Ich setze mich darauf und lasse einfach einmal den Gedanken freien Lauf und versuche, die Energie des „mystischen Waldviertels“ in mich aufzunehmen. Das klärt meinen Kopf immer sehr und entspannt. Da kommen dann echt gute Ideen!

Was magst du am liebsten?

Teure Geschenke!  (lacht) Ja! (lacht)

Nein, echt jetzt?!

Respekt, Anerkennung, Aufmerksamkeit und Liebe! (lacht)

Wie sieht es mit der Liebe aus?

Tja, da sage ich nur (singt): „Ein Schiff wird kommen und das bringt mir den Einen …“

Htschlag sagt: Danke, Karin, Dangl!

© Hitschlag, 2018